Recruiting 2.0 – oder: Pimp my StudiVZ

Im Zeitalter des Web 2.0 läuft alles anders – auch Bewerbungen um einen Job.

Während man früher zum Assessment Center musste und in einem Kreuzverhör-ähnlichen Gespräch auf soziale Kompatibilität geprüft wurde, schaut der Personalmanager heute einfach mal ins StudiVZ, was der potentielle Mitarbeiter denn so treibt: Mitglied in der Gruppe „Wir trinken Bier nur an Tagen, die mit ‚g’ enden. Und mittwochs“ – Alkoholiker, untauglich! Aktueller Job „Zeittotschläger“ – mangelndes Engagement! Fotos von der letzten Party? Der geht doch nur feiern und kommt müde zur Arbeit! Immer wieder hört man die Geschichten von Jobsuchenden, denen ihr StudiVZ Profil zum Verhängnis wurde.

Warum den Spieß nicht mal umdrehen? „Pimp My StudiVZ“ heißt die Devise! Also: Auf der Suche nach einem Job als Luftfahrtingenieur? Im Fotoalbum Bilder vom letzten Besuch im Deutschen Museum zeigen. Traumberuf Bäcker? Warum nicht die Gruppe „Mehl ist mein Überlebenselixier“ gründen? Die Lieblingsbücher des angehenden Journalisten sind natürlich die FAZ, „Deutsch für Profis“ und „Kreatives Schreiben“, im TV guckt er am liebsten die Nachrichten. „Über sich selbst“ schreibt man dann nicht mehr „feiert gerne und viel, lässt nichts anbrennen“ sondern „frohes Gemüt, kontaktfreudig, keine Familienplanung“.

Und wenn wir schon dabei sind, sollte man es den Recruitern doch mal leicht machen, und bei „Auf der Suche nach“ gleich noch den Button „Job“ hinzufügen! Wir haben Euch durchschaut – was ihr könnt, kann die Generation Studi VZ schon lange!

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